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Ein inspirierendes Podiumsgespräch! Migration und Identität im Perspektivenwechsel

Am 10. September 2018 lud die Europäische Bewegung Sachsen in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "PERSPEKTIVENWECHSEL: Migration und Identität in herausfordernden Zeiten - Polen, Tschechische Republik und Freistaat Sachsen" ein. Es hat uns sehr gefreut, dass es gelungen ist, ein internationalen Panel zusammenzustellen.

Es diskutierten:

Herr Ulrich Beyer: Sächsische Staatskanzlei, Leiter der Abteilung "Föderale Beziehungen, Europa, Medien"

Frau Pavla Novotná (Prag): Ministerium des Innern der Tschechischen Republik, Leiterin des Referats "Asyl- und Migrationspolitik"

Herr Dr. Kai-Olaf Lang: Stiftung Wissenschaft und Politik, Forschungsgruppe "EU/Europa"

Frau Dr. Zora Hesová (Prag): Association for International Affairs

Herr Leo Mausbach (Warschau): Mitinitiator des Aufrufs zur Errichtung eines Denkmals zum Gedenken an die polnischen Opfer der deutschen Besatzung 1939-1945

Herr Dr. Radosław Buraczynski: TU Dresden - Fachbereich: Polnische Landes- und Kulturstudien

Die Veranstaltung unterlag der Chatham House Rule.

In ihrem Eröffnungsstatement betonte Frau Dombois, Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen, dass Heimat und Identität Themen sind, die derzeit nicht nur in unserer Gesellschaft sehr präsent sind. So werden sie auch bei der Europawahl im nächsten Jahr, die eine Richtungsentscheidung sein wird, eine zentrale Rolle spielen. Deshalb dürfen die demokratischen Parteien die Diskussion nicht Populisten überlassen. Stattdessen ist ein offener Gedankenaustausch unerlässlich.

Dass Deutsche, Polen und Tschechen heute nicht nur Nachbarn, sondern Freunde sind, ist eine besondere europäische Errungenschaft und vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte Europas sowie der vielen Verbrechen, die im deutschen Namen begangen wurden, keinesfalls selbstverständlich. 

Polen und die Tschechische Republik sind im Jahre 2018 nicht nur bedeutende Handelspartner des Freistaates Sachsen. Uns verbinden zwischenmenschliche Beziehungen - Städtepartnerschaften sowie Schul- und Hochschuleparterschaften.

Dialog und Bereitschaft zum Kompromiss sind grundlegende Prinzipien innerhalb der EU. Dialog bedeutet allerdings nicht, dass man mit den Menschen an einem Tisch sitzt, die alle derselben Meinung sind. Kontroverse Diskussionen können herausfordernd sein, sie sind aber förderlich und können zu neuen Impulsen führen!

Frau Dombois machte deutlich, dass sich die Europäische Bewegung Sachsen als ein Forum für einen konstruktiven Gedankenaustausch zu europapolitischen Themen versteht.

In diesem Sinne führten die Podiumsdiskussionsteilnehmer ein sehr offenes Gespräch mit vielen Inputs. Sie waren sich einig, dass es im Interesse Deutschlands ist, nicht nur in den westlichen Teil Europas zu blicken, sondern auch zu unseren Nachbarn im Osten zu schauen und die Beziehungen zu intensivieren. Dabei ist es erforderlich, auch über schwierige Sachfragen zu diskutieren und einer Entfremdung, die allen schaden würde, entschieden entgegenzutreten. 

Gleichfalls wurde unterstrichen, dass es wichtig ist, sich auf das Verbindende zu fokussieren. Viele Menschen sind sich der Intensität der Beziehungen zwischen dem Freistaat Sachsen und seinen beiden Nachbarn nicht bewusst. So ist ein solides Fundament für den Dialog und die Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen festzustellen. Zu erwähnen sind unter anderem die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds. Das mannigfaltige Engagement der Euroregionen wurde ebenfalls hervorgehoben.

Historische Erfahrungen sind im östlichen Europa nicht selten identitätsstiftend und spielen oftmals eine nicht zu unterschätzende Rolle, weshalb ebenfalls über die Geschichte und das "Gedächtnis" der Menschen in Mitteleuropa sowie die gemeinsame Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft gesprochen wurde.

Nach der Podiumsdiskussion verlieh die Europäische Bewegung Sachsen den Sächsischen Europapreis 2017 an den sächsischen Landesverband der Deutschen Jugend in Europa. Seine Vorhaben, die sich unter anderem deutsch-ukrainischen Jugendbegegnungen und damit der Völkerverständigung über die Grenzen der EU hinaus widmen, haben das Präsidium der Europäischen Bewegung Sachsen sehr überzeugt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung bestand die Gelegenheit, bei einem Stehempfang neue Kontakte zu knüpfen und mit Referenten und Teilnehmern die Diskussion zu vertiefen.

 

 

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