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Ein spannender Blick hinter die Kulissen der europäischen und internationalen Sicherheitszusammenarbeit bei Sportveranstaltungen

Die Europäische Bewegung Sachsen (EBS) hatte diesen Sommer viel Glück, denn es ist gelungen, Frau Schultz von der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW kurz vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Russland zum EU-Briefing nach Dresden einzuladen. Die ZIS mit Sitz in Duisburg ist gemeinsam mit den Polizeien der Länder und des Bundes für die bundesweite Verbunddatei Gewalttäter Sport fachlich verantwortlich. Sie dient dazu, die Sicherheit bei Sportereignissen zu erhöhen.

Frau Schultz wird die deutsche Polizeidelegation in Russland leiten und mit ihrem Team, das sich insbesondere aus szenekundigen Polizeibeamten zusammensetzt, die russischen Sicherheitsbehörden mit Kenntnissen der deutschen Fanszene und da vor allem der gewaltbereiten / gewaltsuchenden "Problemfans" unterstützen.

Es hat uns gefreut, dass die Referentin das Thema ausführlich beleuchtete und auf die auf den ersten Blick nicht erkennbaren Zusammenhänge einging. Dass auch der sächsische Landespolizeipräsident Herr Jürgen Georgie an der Veranstaltung im Sächsischen Landtag teilnahm, war für die EBS eine besondere Ehre.

Die Hauptaufgabe der ZIS besteht unter anderem darin, Informationen zu Sportgroßveranstaltungen aus den einzelnen Bundesländern zu bündeln und basierend darauf ein einheitliches Lagebild  zu erstellen, das den polizeilichen Informationsaustausch sowohl im In- als auch im Ausland erleichtern soll. Dabei geht es im deutschen Kontext mehrheitlich um Sportveranstaltungen des DFB und die damit verbundenen Spiele. Mit mehr als sieben Millionen Mitgliedern ist der DFB der mitgliederstärkste Sportverband des Erdballs.

Frau Schultz erläuterte, dass die ZIS der deutsche National Football Information Point (NFIP) ist, der gesetzlich in allen EU-Ländern einzurichten ist. So ist die ZIS auch im entsprechenden NFIP-Netzwerk vertreten, das mehrmals im Jahr zusammenkommt. Anhand von Beispielen demonstrierte die Leiterin der deutschen Polizeidelegation die besondere Bedeutung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit "im Hintergrund". So wurde deutlich, dass die ZIS ein unverzichtbarer Baustein im Sicherheitsgefüge bei Sportveranstaltungen im Inland ist und aufgrund ihrer Fachexpertise eine starke unterstützende Kraft bei Spielen der deutschen Nationalmannschaften im Ausland.

In Russland wird die ZIS in erster Linie damit befasst sein, das Verhalten der deutschen Fans, auch hinsichtlich des Störerpotenzials, im Blick zu haben, dieses richtig einzuschätzen und die russischen Sicherheitsbehörden dahingehend zu beraten. Frau Schultz unterstrich gleichfalls, dass die Polizeidelegation auch als Ansprechpartner für die deutschen Fans bereitstehen wird. Nicht zuletzt die geografische Besonderheit des Landes stellt dabei eine Herausforderung dar. Darüber hinaus können politische Spannungen zwischen den einzelnen Staaten Emotionen anheizen.

Die EBS dankt Frau Schultz für die sehr spannenden Einblicke in das Portfolio der ZIS. Wir wünschen der Referentin und ihrem Team eine störungsfreie Präsenz in Russland und der deutschen Nationalmannschaft ganz viel Erfolg bei den Spielen.

Bisher ist es nur Italien und Brasilien gelungen, den WM-Titel zu verteidigen. Die EBS hofft, dass nun auch Deutschland in diese vornehme Gruppe aufsteigen wird.

 

 

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