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Die Freien Grundschulen der DPFA Akademiegruppe „Regenbogen“ in Görlitz und „Tecza“ in Zgorzelec wurden für den Sächsischen Europa-Preis für das Jahr 2014 ausgewählt

Schüler, Schülerinnen und Lehrerinnen der prämierten Schulen sowie Vertreter des freien Trägers posieren nach der Preisvereihung mit Präsidiumsmitglierdern der EB Sachsen; das Preisgeld i.H.v. 500 € wurde gestiftet von Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler

Die feierliche Verleihung des Sächsischen Europapreises für das Jahr 2014 findet am 26. Juni 2015, ab 17:00 im Sächsischen Landtag in Dresden statt.

Das Präsidium hat sich davon überzeugen lassen, dass die Sprache eines Volkes der Schlüssel zu ihrer Kultur ist. Das frühzeitige Erlernen der polnischen und der deutschen Sprache ist deshalb von besonderer Bedeutung. Es soll helfen, die nachwachsenden Generationen auf eine gemeinsame Zukunft ohne Vorurteile und Sprachbarrieren vorzubereiten und gleichsam die Europäische Union als Gemeinschaft vielfältiger Kulturen zu präsentieren. Diese Erkenntnisse werden in den beiden Schulen in hervorragender Weise in die Tat umgesetzt.

Polnisch (neben Englisch) wird bei der Grundschule in der Friedrich-Engels-Str. 42, 02827 Görlitz, als Begegnungssprache ab Klasse 1 durch eine Muttersprachlerin vermittelt. Didaktisch und methodisch wird der Unterricht nach dem besonderen Konzept der Regenbogenschulen durchgeführt und ermöglicht so ein optimiertes Erlernen der Nachbarsprache.

In der Grundschule Tecza (polnisch für „Regenbogen“) in 59-900 Zgorzelec (ul. Boh. II AWP 16) wird Deutsch ab der Vorschule (ab dem dritten Lebensjahr) intensiv unterrichtet und dann über die sechsjährige Grundschule fortgesetzt, was dazu beiträgt, dass in der letzten – sechsten Klasse – der Grundschule alle Schüler die staatliche Prüfung in Deutsch beim Goethe-Institut mit Erfolg ablegen. Alle Absolventen der Grundschule Tecza erhalten zusätzlich die Zertifikate „KOMPETENThoch4“ signiert durch die Präsidenten der Euroregion Neiße-Nisa-Nysa als Nachweis des Erwerbs der Nachbarsprache Deutsch und der interkulturellen Kompetenzen.

In den Regenbogenschulen in Görlitz und Zgorzelec sind die Lernprozesse in Bezug auf die Begabungen und Möglichkeiten der Schüler individualisiert; aus jedem Schüler wird das Beste „herausgekitzelt“ – auch dank der wunderbaren Zusammenarbeit mit der Elternschaft und deren besonderem Engagement.  

Bereits seit der Gründung der beiden Grundschulen im Jahr 2007 gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen. Beide Schulen gehören zur DPFA Akademiegruppe, deren Anliegen es bei ihren Gründungen war, die Europastadt Görlitz/Zgorzelec mit zwei Grundschulen deutsch-polnischen Profils zu bereichern. Von Beginn an arbeiten beide Lehrerteams der Grundschulen zusammen und organisieren einen regelmäßig stattfindenden Austausch der Schülerinnen und Schüler. In diesem Schuljahr findet der Austausch wöchentlich jeden Donnerstag statt. Im Wechsel begegnen sich Klasse 1 bis Klasse 3 zu bestimmten Themen. Dabei haben sie die Möglichkeit, hautnah Sitten und Bräuche des Nachbarn kennen zu lernen. Vier Mal im Jahr werden zudem gemeinsame Feste – Weihnachten, Fasching, Ostern und Sportfest – durchgeführt.

Aber nicht nur die Kinder knüpfen Kontakte. Auch die Lehrer und Eltern beider Seiten können sich bei verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten kennen lernen. Darüber hinaus unterrichten deutsche Lehrerinnen auch in der Partnergrundschule in Zgorzelec, u. a. im Bereich „Deutsch Konversation“ und zum Thema „Zahlenland“. Der Lehreraustausch soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden und insbesondere die Vorteile der Grenzlage für die Bildung der Schülerinnen und Schüler in der Region genutzt werden.

Im Zeitraum Februar bis Mai 2014 wurden gemeinsame Kunstwerkstätten im Rahmen des Projektes „KinderKunstRegion“ durchgeführt. Die Kinder befassten sich künstlerisch mit dem Thema, wie sie Europa im Grenzraum erleben und leben. Dieses Projekt wurde durch den Freistaat Sachsen gefördert. Im Endeffekt entstanden wunderschöne Bilder, die mit Bienenwachstechnik gezeichnet wurden. Die Bilder wurden im Juni 2014 im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Wrocław ausgestellt und weckten Begeisterung der Besucher.

Das Comeniusprojekt der Tecza-Schule soll junge Menschen aus Sachsen und Niederschlesien zusammen und näher bringen. Dieses Projekt fördert Kooperationen und neue Wege der europäischen Zusammenarbeit. Angestrebt werden eine Erhöhung der Mobilität, des Verständnisses für Vielfalt und Werte europäischer Kulturen und Sprachen, der persönlichen Entwicklung und der interkulturellen Kompetenzen sowie eine Änderung der Wertordnung bei den Schülern.

Die Schule in Zgorzelec bietet ein umfangreiches Bildungsangebot im Rahmen der Ganztagsbetreuung für alle Schüler in den Arbeitsgemeinschaften an: Aikido, Tanz, Kunst, Musik, Schach, Kochen, Filzen, Fußball, Theater, Naturkunde – „Experimente kinderleicht“, Informatik, Mathe-AG, Touristik-AG. Dies rundet das Bild von Schule nach unserem Konzept sehr gut ab, weil es Lernen in Schule und Freizeit miteinander verbindet und so dem Leitspruch der DPFA vom lebenslangen Lernen entspricht.

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