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Angeregte Diskussion mit Vertretern von CDU, DIE LINKE, SPD und Bü 90/GRÜNE

Am Donnerstag, 18.10.2012, durfte die Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen eine Delegation der Europäischen Humanistischen Universität (EHU) begrüßen. Nachdem die Gäste für eine halbe Stunde von der Besuchertribüne angeregten Diskussionen im Sächsischen Landtag gelauscht haben, tauschte man sich anschließend mit Abgeordneten der Fraktionen CDU (Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Landtags), LINKE (Heiko Kosel, MdL), SPD (Thomas Jurk, MdL) und Bündnis 90/Die Grünen (Gisela Kallenbach, MdL) aus.
Zunächst referierten die Abgeordneten über ihren jeweiligen Weg in das sächsische Landesparlament und ihr Verhältnis zu Europa und Weißrussland. Als die 15 Studierenden endlich mit Fragen nachhaken konnten wurde es spannend. Zunächst boten die Abgeordneten den Gästen ihre Erfahrungen beim Umbau einer sozialistischen zu einer demokratisch-rechtsstaatlichen Gesellschaft an, wobei sie konstatierten, dass man auch aus Fehlern lernen könne. Insbesondere hinsichtlich des Verhältnisses Russlands zu seinen kleineren Nachbarstaaten zeigten sich durchaus Unterschiede in der Bewertung der Abgeordneten Jurk und Kosel. Dies wiederum regte die Studierenden zu pointierten Nachfragen an – etwa zur europäischen bzw. sicherheitspolitischen Perspektive Russlands.
Über die Frage des Geschäftsführers der Europäischen Bewegung Sachsen, Wolfgang Rausch, ob denn nicht die Sachsen etwas für die EHU tun könnten, freute sich der Rektor Prof. Anatoli Mikhailov (im untersten Bild, Mitte) ganz besonders. Er verdeutlichte den humanistischen Ansatz der Universität, die in Weißrussland verboten worden war, jungen Menschen eine Möglichkeit zum Studium jenseits staatlicher Vorgaben oder Repressalien bieten zu wollen. Da die Universität im Litauischen Exil zwar räumliche, darüber hinaus aber keine staatliche finanzielle Ausstattung erhalte, sei sie ganz besonders auf Drittmittel angewiesen. Gerade aus Deutschland könne er sich Unterstützung durch Vermittlung von Auslandspraktika oder –semestern seiner deutschsprachigen Studierenden vorstellen.

Als am Ende der Gespräche fleißig Dankesworte und Anschriften ausgetauscht worden waren und man sich gegenseitig ein Wiedersehen versichert hatte war es längst dunkel geworden. Der Landtag hatte seine Tagesordnung inzwischen abgearbeitet.

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