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Das Martin-Luther-King-Haus in Schmiedeberg (King`s) wurde vom 4. bis 6. November zum Austragungsort einer trinationalen Tagung unter dem Titel „Jugend auf dem Weg nach Europa -  Geschichte bewahren, Zukunft gestalten“. Die Europäische Bewegung Sachsen (EBS) hatte in Kooperation mit dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen je 10 bis 15 Studierende aus Polen, Tschechien und Deutschland eingeladen, um in einem dreitägigen Workshop miteinander und übereinander zu reden und zu lernen. Mehr als 30 Studierende des germanistischen Instituts der Schlesischen Universität Katowice, der philosophischen Fakultät der Universität Ostrau und des Instituts für neuere Germanistik der TU Dresden waren der Einladung in Begleitung Ihrer Professoren nach Schmiedeberg gefolgt.

Nach der Eröffnung der Tagung durch Andrea Dombois, Landtagsvizepräsidentin und zugleich Präsidentin der EBS, begrüßten der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Schmiedeberg, Ulrich Kretzschmar und die tschechische Generalkonsulin, Frau Dr. Jarmila Krejčíková, die Gäste bevor die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Prof. Sabine von Schorlemer mit ihrer Ansprache zu den Impulsreferaten überleitete, die von Vertretern der drei Delegationen bestritten wurden.

Für die polnische Wissenschaftlergruppe referierte Frau Prof. Dr. Grazyna Barbara Szewczyk zum Thema „Schlesien als deutsch-polnisch-tschechischer Kulturraum“. Sie nahm in Begleitung ihrer Assistentin Monika Blidy am gesamten Tagungs­programm teil und konnte immer wieder Akzente setzen, indem sie einen reichen Fundus an kulturellem und literaturwissenschaftlichem Wissen in die Diskussion einbrachte.

Die tschechische Ländergruppe wurde von Dr. Tomáš Krejčík und Frau Rauscher, Dozenten an der Universität Ostrava, geleitet. Dr. Krejčík arbeitete historische Parallelen und Berührungspunkte zwischen den Teilnehmerstaaten heraus.

Leiter der deutschen Studentengruppe war Prof. Dr. Walter Schmitz, Direktor des Mitteleuropa Zentrums für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften an der TU Dresden. Er präsentierte die Idee einer „Kulturstraße“, die Verbindungen zwischen den Teilnehmerländern und darüber hinaus erkennbar machen und verstärken sollten.

Als ein wichtiges Ergebnis der Tagung und ihrer zahlreichen trinationalen Arbeitsgruppensitzungen kann festgehalten werden, dass das Wissen um Geschichte und Kultur der jeweiligen Nachbarn in allen teilnehmenden Ländergruppen als unterentwickelt und verbesserungsbedürftig kritisiert wurde. Mehr Austausch in persönlicher wie auch intellektueller Hinsicht sei wünschenswert und müsse gefördert werden. Die Arbeitsgruppen haben Schlussfolgerungen und Forderungen erarbeitet, die abschließend präsentiert wurden und im Nachgang der Tagung von der Europäischen Bewegung Sachsen an zuständige Stellen in der Politik und relevante Verbände übermittelt werden.

Ein besonderes Anliegen der Veranstaltung war es, das trinationale Zusammentreffen nicht nur zur Diskussion zu nutzen, sondern auch erlebbar zu machen. Das Ergebnis konnte man beobachten, als gegen Ende der Tagung Adressen und Telefonnummern ausgetauscht wurden. Es wurde aber auch bei der Dichterlesung am Samstagabend deutlich. Der Vizepräsident der EBS, Herr Benedikt Dyrlich, sorbischer Dichter und Träger des Čišinski-Preises 2011, hatte eine Reihe von Liebesgedichten ausgewählt, die von Tagungsteilnehmern nacheinander in deutscher, sorbischer, polnischer und tschechischer Sprache gelesen wurden. Den Zuhörern eröffnete sich ein nie gekanntes Hörerlebnis, wobei je nach Gedicht und Stimme des Vorlesers mal die eine und mal eine andere Sprache als schöner, angenehmer oder passender empfunden werden konnte. Für die musikalische Untermalung sorgte ein jugendliches Gitarrenduo, Schülerinnen der Musikschule Bannewitz, so dass das King`s seinen Gästen einen runden und wahrlich zauberhaften Abend bot.

Zum Abschluss der Tagung besichtigten unsere ausländischen Gäste die Gedenkstätte Wiener Platz in Dresden und nutzten die Gelegenheit zu einem kurzen Bummel durch die Dresdner Altstadt.


Bitte werfen Sie einen Blick auf die nachfolgende Bildergalerie (alle Fotos: Rausch). Anschließend haben Sie die Möglichkeit, die Redetexte der Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen und der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst nachzulesen.

 

Begrüßung durch Andrea Dombois, Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen (es gilt das gesprochene Wort)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich darf Sie alle sehr herzlich im Namen des Bildungswerkes für Kommunalpolitik Sachsen e. V. und im Namen der Mitglieder der Europäischen Bewegung Sachsen e. V. zu unserer Trinationalen Tagung – Jugend auf dem Weg nach Europa „Geschichte bewahren – Zukunft gestalten“ – hier in Schmiedeberg im Martin-Luther-King Haus begrüßen.

Ganz besonders freue ich mich über die Teilnahme der Studentinnen und Studenten aus dem Freistaat Sachsen, aus der Republik Polen und der Tschechischen Republik, mit denen wir in unserem dreitätigen Workshop zu diesem Thema diskutieren und 

-      die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung unserer Länder bei der Vermittlung und Aufarbeitung der Geschichte vor den jeweiligen friedlichen Umbrüchen herausarbeiten sowie

-      die Möglichkeiten einer noch intensiveren Verständigung für ein nachhaltiges partner- und nachbarschaftliches Zusammenleben in der Europäischen Union finden wollen.

Sachsen liegt im Herzen Europas und profitiert von der engen Zusammenarbeit mit direkten Nachbarn, der Republik Polen und der Tschechischen Republik.

 

Die sächsische Staatsregierung und das Landesparlament setzen sich in Brüssel für die Interessen Sachsens und eine geförderte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein, um gemeinsam erfolgreich in einem vereinten Europa zu sein. Deshalb freue ich mich besonders, dass Sie, Frau Prof. von Schorlemer, als Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen heute Ihr Interesse an unserer Arbeit mit Ihrer Teilnahme bekunden und ich möchte Sie ganz besonders herzlich willkommen heißen. Zusammenarbeit und Verständigung zwischen unseren Ländern heißt aber auch, dies in Form von Begegnungen und Gesprächen zu festigen und zu pflegen, die Gewohnheit der jeweiligen Regionen zu verstehen und zu respektieren.

Ich begrüße in unserer Mitte sehr herzlich die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Dresden, Frau Dr. Jarmila Krejčíková, die mir eine besonders liebe Partnerin zu Fragen der Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien geworden ist.

Ich darf weiterhin unter uns ebenso herzlich Herrn Ulrich Kretzschmar begrüßen, der momentan als Amtsverweser den erkrankten Bürgermeister der Gemeinde Schmiedeberg vertritt. Von dieser Stelle aus möchte ich dem Bürgermeister die besten Genesungswünsche übermitteln.

Ich begrüße die Professoren und Doktoren Referenten aus den drei Ländern und bedanke mich für die Bereitschaft, am heutigen Abend die Eröffnungsbeiträge zu halten und ihre Sichtweite und Erfahrungen in die morgen beginnenden Themenarbeiten mit einzubringen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die Europäische Bewegung Sachsen sieht ihre Arbeit in der Förderung des europäischen Gedankens im Freistaat Sachsen und der Verständigung zwischen den europäischen Völkern. Wir fördern das bürgerschaftliche Miteinander in den sächsischen Grenzregionen und unterstützen Initiativen zwischen Sachsen, Tschechien und Polen. Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker sagte einmal: „Nicht ein Europa der Mauern kann sich über Grenzen hinweg versöhnen, sondern ein Kontinent, der seinen Grenzen das Trennende nimmt.“ Mit dieser dreitägigen Veranstaltung wollen wir unseren Beitrag dazu leisten.

Danken möchte ich dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e. V., das bei der Durchführung der Veranstaltung den wesentlichsten Anteil bei Vorbereitung und Finanzierung trägt. Stellvertretend an Sie, liebe Frau Philipp, ein herzliches Dankeschön.

Was wäre ein Verein ohne seine Sponsoren. Mit einer wesentlichen finanziellen Unterstützung durch die Industrie- und Handelskammer Dresden und der Schmiedeberger Gießerei konnten wir die Verpflegung für die nächsten Tage für alle Teilnehmer kostenfrei stellen. Herzlichen Dank!

Ich wünsche unserer Veranstaltung einen guten Verlauf und heiße Sie nochmals alle herzlich willkommen.

Grußwort der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer (Es gilt das gesprochene Wort)

(Begrüßung.)

Unter dem Leitmotiv „Geschichte bewahren – Zukunft gestalten“ haben Sie sich in dieser schönen Erzgebirgsstadt aus Ihrer unmittelbaren europäischen Nachbarschaft zusammengefunden, aus Polen, aus der Tschechischen Republik und aus Deutschland, genauer: aus Sachsen, um an drei Tagen über die historischen Voraussetzungen des gegenwärtig andauernden gemeinsamen Transformationsprozesses nach den friedlichen Umbrüchen vor 20 Jahren zu diskutieren und über Möglichkeiten einer noch intensiveren, auf Zukunftsfähigkeit ausgelegten interkommunalen Partnerschaft in der Europäischen Union zu sprechen.

Als Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst liegt mir –besonders auf dem Gebiet der Bildungs- und der Kulturpolitik – sehr viel an der konkreten Ausgestaltung dieser europäischer Nachbarschaft.

Wir streben danach, dass Sachsen als europäische Region, gut vernetzt mit ihren Nachbarn, seine guten Standortqualitäten ausbaut und nachhaltig optimiert, und ich möchte Ihnen gern im Folgenden erläutern, wie meiner Ansicht nach hier die Dinge ineinandergreifen und greifen sollten.

Lassen Sie mich zunächst die Kulturpolitik streifen:

Unser vorrangiges Ziel ist es, dass Sachsen sich als Kulturland par excellence weiter entwickelt und dafür sorgt, dass von den kulturellen Leuchttürmen unserer Städte auch die Regionen profitieren.

Das geschieht auch, indem die starke kulturelle Identität der Region genutzt wird für den grenzüberschreitenden Austausch und die gegenseitige Verständigung mit unseren unmittelbaren europäischen Nachbarn.

Wir verfügen über so viele Beispiele, dass ich Kulturtage, Musikfestivals oder andere Kulturbegegnungen hier gar nicht alle im Einzelnen nennen kann, bei denen diese Nachbarschaft schon seit Jahren aktiv gelebt wird und längst zu einer europäischen Normalität geworden ist.

Das gilt für die zwischenstaatliche Ebene, die interregionale, aber freilich auch für das individuelle bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich. Die Kultur ist es, durch die sich in vielfältiger Weise Brücken bauen lassen.

Die einst schmerzhaft trennenden Grenzen sind längst zu permanenten Kontaktlinien eines fruchtbaren Austauschs geworden – wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell. Die gerade geendete 3. Sächsische Landesausstellung in Görlitz mit ihrer Ergründung der „via regia“ war ein schönes Exempel ganz in diesem Sinne und der entsprechend der historischen Grundlagen.

Blicken wir weiter auf die Kulturpolitik:

So mag es für Sie von Interesse sein – den kommunalpolitisch Erfahrenen aus Sachsen ist dies geläufig – , dass nach der Verfassung des Freistaates Sachsen die Kultur als eine Pflichtaufgabe des Staates definiert wird. Durch das Sächsische Kulturraumgesetz, um das uns andere Bundesländer beneiden, verfügen wir über das Konzept einer solidarischen Kulturfinanzierung, die deren Lasten auf Kommunen und den Freistaat Sachsen verteilt. Könnte es sein, dass ein solches Konzept anderenorts ein Stück weit modellbildend wirken könnte?

Ich möchte gern für Ihre Tagung den Impuls setzen, sich über Finanzierungskonzepte in der Kulturpolitik auf kommunaler Ebene auszutauschen, weil es so wichtig ist, dass wir hier voneinander lernen und nach Wegen suchen, Kultur zu stärken. Schließlich erfordert ein „Geschichte bewahren“, wie es in Ihrem Programm heißt, wirksame Mechanismen zur Kulturpflege der traditionellen kulturellen Infrastruktur und zur Tradierung gleichsam immaterieller Erfahrung erlebter und erlittener Geschichte. Dies geschieht in Museen, in Gedenkstätten, doch auch in anderen Kultursparten, vor allem der darstellenden Kunst, des Films oder der Literatur. Überall hier wird historische Erfahrung an die nachfolgenden Generationen weiter vermittelt. Dies ist eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Kulturpolitik.

Meine Damen und Herren,

die hier angesprochenen kulturellen Aneignungsformen von Geschichte bieten eine Möglichkeit der historischen Auseinandersetzung.

Eine andere Möglichkeit ergibt sich durch das Studium der Geisteswissenschaften, in Sonderheit Kultur- und Geschichtswissenschaften, die an unseren Hochschulen gelehrt werden – womit ich kurz zum Bereich der Bildungspolitik kommen möchte.

Durch den europäischen Bologna-Prozess der Hochschulen und die vielfältigen Angebote des Austauschs auf europäischer Ebene über die Erasmus-, Leonardo- und andere Programme der Europäischen Union erleben Sie, als Angehörige Ihrer Generation, vielfach das zusammenwachsende Europa als eine Selbstverständlichkeit. Begegnungen und Austausche über Grenzen hinweg, Mobilität in der Bildungskarriere wie im Beruf, Niederlassungsfreiheit, Spracherwerb und Erwerb weiterer interkultureller Kompetenzen – für viele von Ihnen ist dies gelebte Normalität – eine in Anbetracht kriegerischer Geschichte wunderbare Normalität, möchte ich hinzufügen. Dies ist es auch, was wir als den Mehrwert Europas begreifen, auf dessen Grundlage heute und morgen Zukunft gestaltet werden kann und muss.
Zugegeben, die aktuelle Situation in der EU ist schwierig,
die Nachrichtenlage über die Schuldenkrise der EU und die hohe Volatilität der Finanzmärkte können einen zurzeit wahrlich große Sorge haben lassen, das geht auch mir so, Sorge, der wir dann wiederum meines Erachtens, jeder auf seine Weise und an seinem Platz, aktiv entgegenzutreten haben.
So ist festzuhalten: Der Weg nach Europa als fortdauernder Prozess der Konvergenz hat weiten Teilen unseres Kontinents wirtschaftliche und kulturelle Prosperität erbracht und eine in der Geschichte Europas bisher nicht gekannte, stabile Friedensordnung beschert, was schlichtweg nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Es macht auch verständlich, warum es in dem von Ihnen zitierten Wort des ersten Bundes­kanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, visionär heißt, die Einheit Europas sei „eine Notwendigkeit für alle“. In dem trinationalen polnisch-tschechisch-deutschen Kontext bedeutet das – und dies ist unter anderem Inhalt Ihrer Tagung – sich mit den Schattenseiten und historischer Schuld, mit dem Leid der Anderen, mit jeweiliger Diktaturerfahrung sowie der Erfahrung deren Überwindung auszutauschen. Sie tun dies in historischer Perspektive, da die meisten von Ihnen über keine unmittelbaren Erfahrungen verfügen. Erfahrungen sind Bestandteil Ihres Schulwissens und vielleicht ein Teil Ihres Familiengedächtnisses.

Meine Damen und Herren,

gestatten Sie mir zum Schluss noch eine Bemerkung zu ihrem weiteren Programm, denn am Sonntag werden Sie, die Gedenkstätte Münchner Platz in Dresden besuchen, die uns angesichts ihrer Geschichte eng verbindet, auch die Angehörigen der zweiten und dritten Generation der nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen – aus Tschechien, aus Polen und aus Deutschland. Ich sage dies auch in meiner Eigenschaft als Vorsitzende des Stiftungsrates der „Stiftung Gedenkstätten für die Opfer politischer Gewaltherrschaft“, der für die Erschließung und Betreuung dieser Gedenkstätte zuständigen sächsischen Gedenkstättenstiftung. Das ehemalige Landgericht am Münchner Platz diente in der Zeit des Nationalsozialismus als Richtstätte der Justizverwaltung des so genannten Dritten Reiches. 1300 Menschen wurden in diesem Gebäudekomplex zumeist wegen ihrer Widerstandstätigkeit oder oppositionellen Haltung hingerichtet. Ein Drittel davon waren tschechische Staatsbürger, Frauen und Männer aus dem von Deutschland besetzten „Protektorat Böhmen und Mähren“. Nach der jeweils völkerrechtswidrigen Besetzung und territorialen Neuordnung Polens wurden etwa 100 polnische Staatsbürger am Münchner Platz hingerichtet. Heute beherbergt diese grausame Hinrichtungsstätte des NS-Terrors Teile der Technischen Universität Dresden. Man kann sagen: Aus einem vormaligen Ort der Rechtsfindung, der nach 1933 in eine Stätte des nationalsozialistischen Justizterrors umgewidmet wurde, der aber auch nach 1945 für weitere zehn Jahre ein Ort des Unrechts der sowjetischen Besatzungsmacht und der DDR blieb, wurde eine Stätte der Bildung, in der junge Menschen sich auf den Weg machen, ihr akademisches Fach zu studieren und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen – seit 1989/90 geschieht dies in Freiheit an diesem besonderen Ort.

Ich bin froh, dass es einen regen Austausch mit tschechischen und polnischen Ansprechpartnern, mit Gedenkstätten, wissenschaftlichen Instituten aber auch mit Angehörigen der Opfer gibt. Besonders hervorzuheben für den Versöhnungsprozess möchte ich die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Dresden und dem polnischen Gostýn im Angesicht der traurigen Geschichte, das junge Menschen aus dieser Stadt im Zweiten Weltkrieg an diesem Ort ermordet wurden.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung,

während Ihres Besuchs in Dresden werden Sie auch andere Eindrücke sammeln. Der geführte Stadtrundgang wird sie an den historischen Gebäuden, den Museen, am Schloss und an der Frauenkirche sowie an Zwinger und Semperoper vorbeiführen. Bitte nutzen Sie den Aufenthalt in der sächsischen Landeshauptstadt auch dazu, gemeinsam die Schätze von Kunst und Kultur, die unser gemeinsames kulturelles europäisches Erbe sind, zu genießen und durch „Elbflorenz“ zu flanieren.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche ihnen fruchtbare, interessante gemeinsame Diskussionen in der Gruppenarbeit und im Plenum.

 

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