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Diese Urkunde, ein Scheck über 500,- € und diverse kleine Präsente für die aus Rodewisch angereisten Gäste waren mit dem Europapreis 2009 verbunden.

Foto: Kluger

Am 23.09.2010 verlieh Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler in Saal 1 des Sächsischen Landtags den mit 500 € dotierten Sächsischen Europapreis 2009 an das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft (BSZW) Rodewisch. Als ehemaliger sächsischer Kultusminister nahm er die Gelegenheit war, eine Schule auszuzeichnen und hob hervor: Er könne sehr gut einschätzen, wie wertvoll Schulpartnerschaften für die persönliche Entwicklung von Schülern sind. Er wisse genau, wie hoch die arbeitsintensive Pflege langfristiger internationaler Beziehungen zwischen Schulen vor allem für die Schulleitung und die beteiligten Lehrer zu bewerten ist. Er sei im Übrigen überzeugt, dass Sachsen sich beispielgebend für die Vermittlung des europäischen Gedankens engagieren und seine Positionierung in Mitteleuropa noch stärker ins Auge fassen müsse, als dies bisher der Fall gewesen sei. Beispielhaft hob er die Beteiligung des Landtags am Frühwarnsystem zur Subsidiaritätskontrolle nach dem EU-Vertrag von Lissabon hervor.

Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Landtages und zugleich Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen e. V. hatte die ca. 50 Teilnehmer der öffentlichen Preisverleihung begrüßt. Sie verwies auf die Rolle der Europäischen Bewegung Sachsen, ein Netzwerk von Parteien, Vereinen und Unternehmen, das unter anderem den Sächsischen Europapreis an Personen oder Gruppierungen vergibt, die sich für die europäische Einigung in Sachsen in besonderer Weise engagiert haben.

Foto: Möller

Im BSZW Rodewisch wurden den Schülern 2009 sechs Fremdsprachen zur Ausbildung angeboten: Englisch, Französisch, Russisch, Tschechisch, Spanisch und Italienisch. Dazu werden Muttersprachler als Lehrer oder Schüler in den Unterricht integriert. Um die erworbenen Kenntnisse mit Leben zu erfüllen und zu vertiefen unterhält die Schule zahlenmäßig stetig zunehmende Partnerschaften zu verschie­denen Schulen in der Slowakei (Obchodna akademia Martin), Polen (Chmielnik) und Tschechien (Praha und Karlovy Vary). Seit 2008 nimmt die Schule darüber hinaus an einem Schulversuch mit Namen „BILIK“ teil (BILIK bedeutet: Bildung einer internationalen Klasse). Dazu wurden in einem ersten Schritt tschechische Schüler in die bestehende Klasse zum „Internationalen Touristikassistenten“ integriert. Später sollen Schüler weiterer Nationalitäten dazukommen.

Das Präsidium der Europäischen Bewegung Sachsen hatte entschieden, den Sächsischen Europapreis 2009 an das BSZW Rodewisch zu verleihen. Es zeigte sich vor allem von der Vielzahl und Dynamik der stetig wachsenden internationalen Kontakte beeindruckt, die die Schule in den letzten Jahren geknüpft und intensiviert hat. Vorteile für die Berufsausbildung liegen auf der Hand, sie wird durch persönliche Bekanntschaften und private Erfahrungen – wie selbstverständlich – vertieft und bereichert. Wenn Sprachstudium mit internationalen Begegnungen verbunden ist, könnte daneben Berührungsängsten und Fremdenfeindlichkeit vorgebeugt werden.

Foto: Kluger

Die Schule präsentierte ihre Projekte durch einen mit Lichtbildern hinterlegten Vortrag der maßgeblich beteiligten Lehrer und des Schulleiters Herrn Klaus-Peter Palme. Dabei wurde auch das aktuelle Schulprojekt - ein Schüleraustausch mit einer britischen Berufsschule - vorgestellt.

In einem Dankschreiben formulierte Herr Palme die gewonnenen Eindrücke aus seiner Sicht: „Erschöpft aber glücklich trat die Rodewischer Delegation gestärkt durch die Ehrung und ein gemeinsames Abendessen die Heimreise nach Südwestsachsen an. Im Gepäck den Sächsischen Europapreis 2009, das Preisgeld von 500 €, die Erkenntnis, dass die vielen europapolitischen Bemühungen der Schule sogar Anerkennung im Sächsischen Landtag fanden und die Gewissheit, den beschrittenen Weg gemeinsam mit den Jugendlichen und Lehrkräften vieler europäischer Länder weiter zu beschreiten.“

 

Foto: Möller

Das Bild zeigt die glücklichen Preisträger mit Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler (ganz rechts), Schulleiter Klaus-Peter Palme (2. v. rechts) und Frau Andrea Dombois, Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen (Mitte)

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